Das Kondom

Definition / Wirkung
Das Kondom ist eine dünne Kautschukhülle, die im allgemeinen Sprachgebrauch auch als Präservativ oder Gummi bezeichnet wird. Die Hülle wird vor dem Geschlechtsverkehr über den erigierten Penis gestreift und verhindert so, dass Penis und Scheide direkt in Berührung kommen und Samenzellen in den Körper der Frau gelangen. Dadurch bietet das Kondom neben der Schwangerschaftsverhütung auch Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten wie Aids oder Hepatitis und verringert das Entstehungsrisiko von Gebärmutterhalskrebs durch HPV-Viren.

Kondome sind rezeptfrei in Apotheken sowie Drogerien und vielen Supermärkten erhältlich. Allerdings ist das Haltbarkeitsdatum zu beachten. Die Kautschukhülle kann durch Licht oder Hitzeeinwirkung porös werden, weshalb Kondome aus dem Automaten nicht zu empfehlen sind. Darüberhinaus sind sie aufgrund der einfachen Handhabung und ihrer Schutzwirkung neben der Pille inzwischen eine der am häufigsten eingesetzten Verhütungsmethoden.
Kondome sind vor allem bei wechselnden Sexualpartnern oder bekannten Geschlechtskrankheiten zu empfehlen.

Anwendung
Das Kondom wird auf den erigierten Penis gesetzt und vorsichtig abgerollt.
Es ist dann mit anderen chemischen Verhütungsmethoden wie beispielsweise Scheidenzäpfchen kombinierbar oder ergänzt natürlich auch Hormonpräparate wie die Pille. Vorsicht ist allerdings beim Gebrauch von Gleitmitteln geboten. Fette oder Öle machen das Präservativ porös. Daher dürfen bei herkömmlichen Latexkondomen nur spezielle Präparate verwendet werden.

Vorteile:
Vorteil des Kondoms ist neben Schwangerschaftsverhütung und Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten auch, dass kein Eingriff in den natürlichen Hormonhaushalt der Frau stattfinden muss.

Nachteile:
Nachteile sind, dass die normalen Kautschukkondome von Personen mit Latexallergie nicht vertragen werden. Ferner wird die Anwendung oft als Unterbrechung des Liebesspiels und die Kautschukhülle im Allgemeinen beim Geschlechtsverkehr als störend empfunden, da sie die Empfindungsfähigkeit beeinträchtigt. Außerdem liegt der Pearl-Index als Maß für die Sicherheit dieser Verhütungsmethode nur bei 2 – 12, bedingt durch falsche Handhabung, die beispielsweise zum Reißen des Kondoms führen kann.